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Andreas Schnadwinkel "Solar"
Finissage: Sonntag, 26. Juli, 20 - 22 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Es gibt Prosecco und kulinarische Kleinigkeiten.
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Ohne sie wären Ansichtskarten nicht vorstellbar. Ohne sie hätte es der Chill-out-Sound nicht zum globalen Phänomen gebracht. Ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde. Mit ihrem Licht und ihrer Wärme bestimmt sie den Rhythmus der Menschen seit Jahrtausenden. Die Sonne ist unser Fixpunkt - in 150 Millionen Kilometern Entfernung.
"Solar" heißt die Ausstellung in der Galerie Gruppe 10, die am Samstag, 20. Juni, eröffnet wird - passenderweise unmittelbar vor dem längsten Sonnentag des Jahres und dem kalendarischen Sommeranfang. "Solar" bedeutet "Zur Sonne gehörend, von ihr ausgehend". Von diesen beiden Bedeutungen ausgehend, zeigt Andreas Schnadwinkel elf großformatige Fotografien der Sonne. Im Mittelmeerraum, dem Nahen Osten, dem Maghreb und in Deutschland (Berlin, Sylt, Bielefeld) sind die Motive entstanden. Die Bilder zeigen die Sonne in diversen optischen und inhaltlichen Zusammenhängen: von der Reflektion auf der goldenen Kuppel des Felsendoms in Jerusalem bis zum abendrötlichen Wolkenmeer über Bielefeld.
Die elf ausgewählten Fotos machen deutlich, wie stark der Mensch auf die Sonne reagiert. Ob eine Spiegelung im Fensterglas, ein heller Schein durch einen schmalen Streifen am Gewitterhimmel oder sattgrüne Grashalme - Sonne ist Atmosphäre, Hoffnung, Leben.
"In der Fotografie hat mich in den vergangenen Jahren der visuelle Trend zu neutralem, milchig-weißem Licht gestört. Diesen Stil, den ich 'Charme der Autobahnböschung' nennen möchte und bei dem Unkraut-Beton-Locations den Hintergrund bildeten, kann doch keiner mehr sehen", so der Fotograf, der mit seiner Ausstellung ganz bewusst auf die positive Leuchtkraft des Sonnenlichts setzt und seine Werke grundsätzlich nicht nachbearbeitet. "Die Kunst ist, den passenden Moment zu erwischen oder den passenden Moment abzuwarten."
Vor dem Hintergrund antiker Sonnenkulte liest passend zum Varus-Jahr 2009 bei der Eröffnung am Samstag, 20. Juni, 11.30 Uhr, Iris Kammerer aus ihren beiden historischen Romanen "Der Tribun" und "Varus". Die Autorin wird Passagen vortragen, in denen es um die Sonne geht.
